Japan verstärkt Sicherheits- und Recyclingmaßnahmen wegen zunehmender Brände durch Lithium-Ionen-Batterien
12. Februar 2026Japan sieht sich mit wachsenden Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Produkten konfrontiert, die mit Lithium-Ionen-Batterien betrieben werden. Insbesondere extreme Sommerhitze sowie der ganzjährige Einsatz wiederaufladbarer Alltagsgeräte haben zu einem Anstieg von Brandfällen geführt. Behörden weisen darauf hin, dass Lithium-Ionen-Batterien empfindlich auf Hitze, physische Einwirkungen und Überladung reagieren und unter ungünstigen Bedingungen Feuer fangen können. Häufig betroffen sind Smartphones, mobile Akkus, elektrisch unterstützte Fahrräder, tragbare Ventilatoren sowie beheizte Kleidung. Die zunehmende Verbreitung günstiger und minderwertiger Produkte verstärkt das Risiko zusätzlich. Nationale Statistiken verzeichnen in den vergangenen Jahren mehrere Tausend batteriebezogene Vorfälle, was die Bedeutung von Produktsicherheit, Rückrufkontrollen und Verbraucheraufklärung unterstreicht. Li-Ion Battery related equipment and components erfordern in der Regel eine PSE-Zertifizierung, um für den Import und Verkauf in Japan zugelassen zu werden.

Neben Bränden während der Nutzung stellen auch falsch entsorgte Lithium-Ionen-Batterien ein erhebliches Problem dar, da sie Brände in Müllfahrzeugen und Abfallbehandlungsanlagen verursachen können. Dies führte teilweise zu Sachschäden und Betriebsausfällen. Als Reaktion darauf verschärfen die japanischen Behörden die Vorgaben zur getrennten Sammlung und ordnungsgemäßen Entsorgung solcher Batterien und setzen verstärkt auf Recycling über ausgewiesene Sammelstellen. Gleichzeitig wird eingeräumt, dass die korrekte Mülltrennung für Verbraucher aufgrund unterschiedlicher kommunaler Regelungen und der Bauweise vieler Produkte schwierig bleibt. Künftig werden Smartphones, mobile Batterien und erhitzte Tabakprodukte als „designierte recycelbare Produkte“ eingestuft, wodurch Hersteller und beteiligte Unternehmen ab dem kommenden Jahr zu Rücknahme und Recycling verpflichtet werden. Mehrere Ministerien und Behörden haben zudem ein Koordinierungsgremium eingerichtet, das ein Maßnahmenpaket zur Unfallvermeidung erarbeiten soll, mit Schwerpunkt auf öffentlicher Sensibilisierung, sicherem Umgang sowie verbesserter Sammlung und Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Batterien.
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