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Japan verschärft Anforderungen an PSE- und PSC-Vertreterdienste

14. Mai 2026

Japan hat die Anforderungen für ausländische Unternehmen verschärft, die regulierte Verbraucherprodukte auf dem japanischen Markt vertreiben. Im Mittelpunkt stehen dabei die PSE- und PSC-Vorschriften, nach denen bestimmte ausländische Unternehmen künftig einen inländischen Vertreter benennen und entsprechende Meldungen beim japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) einreichen müssen.

Die Regelungen betreffen Produkte, die unter die vier japanischen Produktsicherheitsgesetze fallen, darunter elektrische Geräte sowie verschiedene Verbraucherprodukte mit PSE- oder PSC-Kennzeichnungspflicht. Unternehmen, die Produkte direkt nach Japan exportieren oder über Online-Marktplätze vertreiben, müssen sicherstellen, dass alle erforderlichen Registrierungen und Nachweise vor dem Markteintritt vorliegen. Produktkategorien unter den japanischen Produktsicherheitsgesetzen erfordern in der Regel eine PSE-Zertifizierung oder PSC-Zertifizierung, um für den Import und Verkauf in Japan zugelassen zu werden.

Anforderungen an den inländischen Vertreter nach japanischem Produktsicherheitsrecht

Nach den aktuellen Vorgaben müssen ausländische Unternehmen, die als „Specified Importer“ eingestuft werden, einen sogenannten Domestic Administrator beziehungsweise Domestic Representative in Japan benennen. Diese Person oder Organisation fungiert als offizieller Ansprechpartner gegenüber METI und übernimmt regulatorische Melde- und Kommunikationspflichten.

Besonders relevant ist die Regelung für Hersteller und Exporteure von Elektrogeräten, die unter das Electrical Appliance and Material Safety Act fallen, sowie für Produkte im Geltungsbereich des Consumer Product Safety Act. Je nach Produktkategorie sind Importeursmeldungen, technische Unterlagen und Nachweise zur Produktklassifizierung erforderlich.

Für Produkte, die als „Specified Electrical Appliances“ eingestuft werden und das diamantförmige PSE-Zeichen tragen müssen, gelten zusätzliche Anforderungen. In diesen Fällen ist in der Regel eine Konformitätsbewertung durch eine registrierte Prüfstelle notwendig. Zudem müssen Unternehmen ein Konformitätszertifikat oder gleichwertige Nachweise vorbereiten und bereithalten.

Auswirkungen auf internationale Händler und Online-Marktplätze

Mit dem Wachstum des grenzüberschreitenden E-Commerce verstärken japanische Behörden ihre Kontrollen im Bereich Produktsicherheit. Verkäufer auf Plattformen wie Amazon oder Rakuten können mit Einschränkungen oder Sperrungen konfrontiert werden, wenn verpflichtende METI-Meldungen oder Nachweisdokumente fehlen.

Für einen rechtskonformen Markteintritt müssen Unternehmen üblicherweise mehrere Verfahrensschritte durchlaufen. Dazu zählen die Prüfung der Produktkategorie, die Benennung des inländischen Vertreters, die Erstellung notwendiger Vollmachten sowie die elektronische Einreichung der Unterlagen über das offizielle METI-System „Hoan Net“.

Die Benennung eines Domestic Representatives erleichtert zudem die laufende Kommunikation mit japanischen Behörden und unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung regulatorischer Anforderungen nach dem Import. Für Hersteller, Importeure und Exporteure bleibt die ordnungsgemäße Umsetzung dieser Vorgaben ein wichtiger Bestandteil des Marktzugangs nach Japan.

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Tel.: +49-69-2713769258
Email: info@certification-japan.com

Laden Sie für weitere Informationen unsere kostenfreie Informationsbroschüre „Japan-Zertifizierung leichtgemacht“ als PDF herunter.

MPR Author

About the author: Louis Gogger is managing director of MPR International GmbH
Publisher: MPR International GmbH

Tel.: +49 69 271 37 69 258

E-Mail: info@korea-certification.com
Web: www.korea-certification.com